Montag, 15. Oktober 2012

Stratos - Die Bilanz

Gestern fand der berühmte Rekord-Fallschirmsprung von Felix Baumgartner aus der Stratosphäre statt. Die gute Nachricht zuerst: Die Mission ist geglückt und Felix hat den Sprung heil überstanden.



Mit großer Spannung hat wohl die halbe Welt diesen Sprung verfolgt und auch wir von der teCorner-Redaktion starrten gebannt auf den Fernseher, als sich Baumgartner mit den Worten: "I'm going home now" verabschiedete und ins Nichts sprang.
Darauf folgten die spannendsten 4:20min die wir je erlebt hatten. Ein perfekter Absprung gefolgt von einer immensen Beschleunigung und unkontrolliertem Trudeln. Bei diesem Anblick blieb einem der Atem stehen und man konnte nur hoffen bald wieder Baumgartners pressenden Atem über Funk zu hören.
Schließlich löste er den Fallschirm aus und als man ihn da sah, am Fallschirm der Erde entgegen segelnd, und dann noch seine Stimme über Funk hörte, da wusste man, es war gut gegangen.

Im Anschluss an den Sprung folgten Interviews und schließlich eine Pressekonferenz bei der die Messdaten zum Sprung veröffentlicht wurden.

Wie berichtet war es das Ziel der Mission Stratos folgende Rekorde zu brechen:
  • höchste bemannte Ballonfahrt (36.000 m)
  • längster freier Fall (5:35 min, ~34.500 m)
  • höchste im freien Fall erreichte Geschwindigkeit (1.100 km/h)
  • höchster Absprung (36.000 m)
Nach Auswertung der Messgeräte stand gestern um 22:30 fest, dass Baumgartner folgende neue Rekorde aufgestellt hat:
  • höchste bemannte Ballonfahrt: 39.045m (bisheriger Rekord 34.668m)
  • längster freier Fall (Distanz): 36.529m (bisheriger Rekord 24.500m)
  • längster freier Fall ohne Stabilisierungsfallschirm (Dauer): 4:20min
  • höchste im freien Fall erreichte Geschwindigkeit: 1.342 km/h (Mach 1,24)
  • höchster Absprung: 39.045m (bisheriger Rekord 31.333m)
Bezüglich des Rekords für den längsten freien Fall gab es zu Anfang einige Unklarheiten. Hatte doch Joe Kittinger im Jahre 1962 genau 4:36 im freien Fall verbracht und Baumgartner nur 4:20. Jedoch war Kittinger damals mit einem offenen Stabilisierungsfallschirm unterwegs und damit wesentlich langsamer. Daher braucht er länger für eine geringere Distanz, weshalb man in Hinblick auf die Dauer die beiden Sprünge nicht miteinander vergleichen darf.

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